Vereinslogo Aero-Club Saarlouis e.V.: Propellerflugzeug im blauen KreisAero-ClubSAARLOUIS E.V. · EDRJ
Cockpit der Aquila A210 mit Instrumententafel und Blick auf die Landebahn

Entscheidungshilfe

PPL(A) oder LAPL(A)?

Die zwei Wege zum Motorflugzeug im Vergleich – mit Lizenz-Finder.

KURZ GESAGT

PPL(A) = weltweit gültig, mit Zusatzberechtigungen (Nachtflug, IFR, Schlepp) erweiterbar, mindestens 45 Flugstunden. LAPL(A) = europäische Leichtflugzeuglizenz für Flugzeuge bis 2 t, bis zu 4 Personen an Bord, mindestens 30 Flugstunden, oft günstiger – später jederzeit auf PPL(A) erweiterbar. Der Aero-Club Saarlouis bildet beide Lizenzen aus.

Lizenz-Finder

Vier Fragen, eine Empfehlung

Nicht sicher, welche Lizenz zu dir passt? Beantworte vier kurze Fragen. Die Empfehlung ersetzt keine Beratung – sie ist ein guter Gesprächseinstieg für deinen Schnupperflug.

PPL(A): die klassische Privatpilotenlizenz

Die PPL(A) ist die weltweit anerkannte Privatpilotenlizenz für Flugzeuge und bietet die größten Möglichkeiten im privaten Motorflug. Mit ihr darfst du weltweit fliegen, Passagiere mitnehmen, verschiedene Flugzeugtypen fliegen und zusätzliche Berechtigungen („Ratings“) erwerben – zum Beispiel Nachtflug, Instrumentenflug (IFR), Schleppberechtigung, Mehrmotorenflugzeuge, Reisemotorsegler (TMG) und weitere Klassen- und Musterberechtigungen.

Warum entscheiden sich viele für die PPL(A)?

Die Ausbildung ist umfangreicher als bei der LAPL(A) und vermittelt dadurch deutlich mehr Erfahrung, Sicherheit und fliegerisches Wissen. Gerade die zusätzlichen Ausbildungsstunden machen sich später im praktischen Flugbetrieb bemerkbar. Viele Piloten sehen die PPL(A) deshalb als die „vollwertige“ Privatpilotenlizenz.

LAPL(A): der unkomplizierte Einstieg

Die LAPL(A) ist die europäische Leichtflugzeuglizenz und besonders für Piloten interessant, die hauptsächlich innerhalb Europas privat fliegen möchten. Du darfst Flugzeuge bis 2 Tonnen Abfluggewicht fliegen, maximal 4 Personen an Bord haben und innerhalb Europas privat fliegen.

  • Geringerer Ausbildungsumfang, weniger Mindestflugstunden
  • Dadurch oft kostengünstiger
  • Ideal für Hobby- und Freizeitpiloten
  • Später jederzeit auf eine PPL(A) erweiterbar

Was mit der LAPL(A) nicht möglich ist

  • Kein gewerblicher Flugverkehr
  • Keine Instrumentenflugberechtigung (IFR)
  • Keine Lehrberechtigung
  • Außerhalb Europas meist nicht gültig

Welche Lizenz passt zu dir?

Das hängt von deinen Zielen ab. PPL(A): maximale Möglichkeiten, weltweit fliegen, ideal für ambitionierte Piloten. LAPL(A): günstiger Einstieg, perfekt für Freizeitpiloten, weniger Ausbildungsaufwand. Wir beraten dich gern persönlich – am besten bei einem Schnupperflug.

FAQ

PPL(A) und LAPL(A) kurz erklärt

Was ist der Unterschied zwischen PPL(A) und LAPL(A)?

Die PPL(A) ist die weltweit anerkannte Privatpilotenlizenz mit den größten Möglichkeiten (Passagiere, Zusatzberechtigungen wie Nachtflug, IFR oder Schleppflug). Die LAPL(A) ist die europäische Leichtflugzeuglizenz: kleinerer Ausbildungsumfang, Flugzeuge bis 2 Tonnen, bis zu vier Personen an Bord, privat innerhalb Europas. Die LAPL(A) lässt sich später jederzeit zur PPL(A) erweitern. Der Lizenz-Finder hilft bei der Entscheidung.

Wie viele Flugstunden braucht man für den Pilotenschein?

Nach EU-Recht (Part-FCL) sind für die PPL(A) mindestens 45 Flugstunden und für die LAPL(A) mindestens 30 Flugstunden vorgeschrieben – jeweils mit Lehrerflügen, Alleinflügen und Überlandflug. Je nach Lernfortschritt können zusätzliche Stunden sinnvoll oder nötig sein.

Wie bleibt die Lizenz gültig?

Die Lizenz selbst ist lebenslang gültig. Bei der PPL(A) müssen die Klassenberechtigungen (z. B. SEP oder TMG) regelmäßig verlängert werden: in den letzten 12 Monaten 12 Flugstunden (davon 6 als verantwortlicher Pilot), 12 Starts und Landungen und 1 Stunde Auffrischungsschulung mit Fluglehrer. Bei der LAPL(A) zählen innerhalb von 24 Monaten 12 Flugstunden, 12 Starts und Landungen sowie 1 Stunde Auffrischungsschulung.

Welche Lizenz ist die richtige?

Sprich mit unseren Fluglehrern – unverbindlich und persönlich.