Vereinslogo Aero-Club Saarlouis e.V.: Propellerflugzeug im blauen KreisAero-ClubSAARLOUIS E.V. · EDRJ
Luftfahrtkarte mit Navigations-Tablet auf einem Holztisch

Fliegerlatein

Luftfahrt-Glossar

Von AIP bis ZÜP: Die wichtigsten Begriffe verständlich erklärt.

KURZ GESAGT

Das Luftfahrt-Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe rund um Pilotenschein, Flugzeug und Flugplatz – von PPL(A) und LAPL(A) über METAR, QNH und Platzrunde bis zu EDRJ. 33 Begriffe, verständlich erklärt vom Aero-Club Saarlouis.

Funk-Alphabet

Wie klingt dein Name im Funk?

Im Flugfunk wird buchstabiert – nach dem internationalen Buchstabieralphabet. Gib deinen Namen oder dein Autokennzeichen ein.

Umlaute werden im Flugfunk mit „Alfa Echo“, „Oscar Echo“ und „Uniform Echo“ buchstabiert; Zahlen werden besonders ausgesprochen (z. B. „Niner“ für 9).

A–Z

Begriffe von A bis Z

AIP

Aeronautical Information Publication – das amtliche Luftfahrthandbuch eines Staates mit Regeln, Flugplatzdaten und Verfahren. In Deutschland wird es von der DFS veröffentlicht.

Alleinflug (Solo)

Der erste Flug ohne Fluglehrer an Bord. Für viele Flugschüler der emotionalste Moment der Ausbildung.

Aquila A210

Zweisitziges Very Light Aircraft von Aquila Aviation (Schönhagen) mit Rotax 912 S – das Vereinsflugzeug des Aero-Club Saarlouis.

ATO

Approved Training Organisation – von der Luftfahrtbehörde zugelassene Ausbildungsorganisation für Pilotenlizenzen.

Außencheck

Die Vorflugkontrolle rund um das Flugzeug: Propeller, Tragflächen, Fahrwerk, Tank und Ruder werden vor jedem Flug geprüft.

CAVOK

„Ceiling And Visibility OK“: Sicht mindestens 10 km, keine bedeutende Bewölkung und kein signifikantes Wetter. Kurzcode in der Flugwettermeldung METAR.

Constant-Speed-Propeller

Verstellpropeller, bei dem ein Regler den Blattwinkel so anpasst, dass die Drehzahl konstant bleibt – in der Aquila A210 ein 2-Blatt-Propeller von MT.

Durchstarten

Abbruch eines Landeanflugs mit sofortigem Steigflug. Eine bewusste, sichere Entscheidung – kein Versagen.

EDRJ

ICAO-Kennung des Flugplatzes Saarlouis-Düren in Wallerfangen, Saarland – Heimatflugplatz des Aero-Club Saarlouis.

Endanflug

Letzter Abschnitt der Platzrunde in Richtung Landebahn, ausgerichtet auf die Pistenachse.

Gegenanflug

Abschnitt der Platzrunde parallel zur Landebahn, entgegengesetzt zur Landerichtung.

Good Airmenship

Vorbildliches, verantwortungsbewusstes fliegerisches Verhalten im Alltag – Vorausschau, Disziplin und Rücksicht.

IFR

Instrument Flight Rules – Instrumentenflugregeln. Navigation nach Instrumenten auch ohne Sicht zum Boden. Bei der PPL(A) als Zusatzberechtigung erwerbbar.

Klassenberechtigung

Berechtigung (Rating), eine Flugzeugklasse zu fliegen, z. B. SEP (einmotorige Kolbenflugzeuge) oder TMG (Reisemotorsegler). Sie muss regelmäßig verlängert werden.

Knoten (kt)

Geschwindigkeitseinheit der Luftfahrt: 1 kt = 1 Seemeile pro Stunde = 1,852 km/h. 110 kt entsprechen rund 204 km/h.

LAPL(A)

Light Aircraft Pilot Licence for Aeroplanes – europäische Leichtflugzeuglizenz für Flugzeuge bis 2 t Abfluggewicht, bis zu 4 Personen an Bord, privat innerhalb Europas.

Medical

Flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis, ausgestellt von einem Fliegerarzt. Voraussetzung für Alleinflug und Lizenz.

METAR

Routinemäßige Flugwettermeldung eines Flugplatzes (Wind, Sicht, Wolken, Temperatur, QNH), meist halbstündlich.

Mogas / Avgas

Mogas ist handelsübliches, bleifreies Autobenzin (für zugelassene Motoren), Avgas der klassische Flugbenzin-Kraftstoff. Die Aquila A210 kann beides tanken.

NOTAM

Notice to Airmen – Nachrichten für Luftfahrer über zeitlich begrenzte Änderungen, Sperrungen oder Gefahren.

Platzrunde

Standardisierter Flugweg um den Flugplatz (Start, Querabflug, Gegenanflug, Queranflug, Endanflug), der den Verkehr ordnet. Hier lernen Flugschüler Starten und Landen.

PIC

Pilot in Command – verantwortlicher Pilot an Bord.

PPL(A)

Private Pilot Licence for Aeroplanes – die weltweit anerkannte Privatpilotenlizenz für Flugzeuge, lebenslang gültig; Klassenberechtigungen müssen regelmäßig verlängert werden.

QNH

Auf Meereshöhe umgerechneter Luftdruck. Wird am Höhenmesser eingestellt, damit er die Höhe über NN anzeigt.

Rotax 912 S

Vierzylinder-Boxermotor mit 100 PS, wegen niedrigen Verbrauchs und Zuverlässigkeit in vielen Leichtflugzeugen verbaut.

Schnupperflug

Erster Flug mit einem Fluglehrer, um das Fliegen kennenzulernen und Fragen zur Ausbildung zu klären.

SEP

Single Engine Piston – Klassenberechtigung für einmotorige Kolbenflugzeuge.

TMG

Touring Motor Glider – Reisemotorsegler, z. B. der Scheibe Falke, mit dem der Aero-Club 1978 startete.

Touch-and-go

Landung mit sofortigem Wiederstart, ohne zum Stillstand zu kommen. Übungsform in der Platzrunde.

UL (Ultraleicht)

Eigene Klasse leichter Luftsportgeräte mit eigener Lizenz. UL-Flugstunden können teilweise auf PPL(A)/LAPL(A) angerechnet werden.

VFR

Visual Flight Rules – Sichtflugregeln. Der Pilot navigiert mit Sicht nach außen und hält vorgeschriebene Wetterminima ein.

VLA

Very Light Aircraft – Zulassungsklasse für sehr leichte Flugzeuge bis 750 kg Abfluggewicht, zu der die Aquila A210 gehört.

ZÜP

Zuverlässigkeitsüberprüfung nach dem Luftsicherheitsgesetz: Die Behörde prüft die persönliche Zuverlässigkeit angehender Piloten.

Noch Fragen?

Wir erklären dir gern alles beim Schnupperflug.