Vereinslogo Aero-Club Saarlouis e.V.: Propellerflugzeug im blauen KreisAero-ClubSAARLOUIS E.V. · EDRJ
Zwei Piloten mit Headsets nebeneinander im Cockpit der Aquila A210

Die Crew

Unsere Fluglehrer

Drei Fluglehrer, über hundert Jahre Flugerfahrung und eine gemeinsame Überzeugung: Fliegen lernt man mit Leidenschaft.

KURZ GESAGT

Beim Aero-Club Saarlouis bilden drei erfahrene Fluglehrer aus: Oliver Henke (Cheffluglehrer, Prüfer FE, 1. Vorsitzender), Pascal Boschetto und Bernhard Gross (PPL(A) und LAPL(A)). Zusammen bringen sie über hundert Jahre Flugerfahrung mit. Kontakt zu den Fluglehrern über das Kontaktformular.

Oliver Henke, Cheffluglehrer des Aero-Club Saarlouis, im Cockpit mit HeadsetFluglehrer

Oliver Henke

Cheffluglehrer · Prüfer (FE) · 1. Vorsitzender
Wie bist du zur Fliegerei gekommen?
Ich hatte das Gen irgendwie im Blut, obwohl keiner in meiner Familie etwas mit der Fliegerei zu tun hatte. Mit 6 bekam ich mein erstes Gummimotor-Modellflugzeug, mit 11 begann ich mit der „richtigen“ Modellfliegerei und mit 17 mit dem Segelfliegen.
Was fasziniert dich bis heute?
Es ist für mich eine der letzten verbliebenen Freiheiten, die wir Menschen haben – trotz aller Vorgaben und Einschränkungen, z. B. durch die Luftraumstruktur.
Besonderster Flug?
Mein erster großer Auslandsflug 1991: eine Morane von Saarbrücken ins spanische Fuentemilanos überführt – Navigation nur mit Karte, Kompass und Stoppuhr, GPS gab es noch nicht.
Was macht eine gute Ausbildung aus?
Das Grundhandwerk des Fliegens zu trainieren und 100 % zu verstehen, welche physikalischen Vorgänge am Flugzeug ablaufen – nur dann wird man ein sicherer Pilot. Bei uns ist noch nie ein Flugschüler in den vergangenen Jahren durch eine Prüfung gefallen.
Fensterplatz oder Cockpit?
Wenn immer möglich: Cockpit!
Lieblingsroute?
Nach Ampuriabrava in Katalonien – und der kurze Hüpfer nach Idar-Oberstein zum Schwenkbraten-Essen.
Was gehört in die Flugtasche?
Aktuelle Karten (auch von Regionen, in die ich heute nicht fliege), Ersatzbatterien für den Kopfhörer und mehrere Reserve-Kugelschreiber.
Pascal Boschetto, Fluglehrer beim Aero-Club SaarlouisFluglehrer

Pascal Boschetto

Fluglehrer PPL(A) · LAPL(A)
Wie bist du zur Fliegerei gekommen?
Über Studium und Ausbildung an der HTW Saar.
Was fasziniert dich bis heute?
Kein Flug ist wie der andere.
Besonderster Flug?
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ (H. Hesse): mein erster Alleinflug.
Was macht eine gute Ausbildung aus?
Stetige und regelmäßige Trainingseinheiten, Standardisierung der Verfahren, gute Ausbildungshandbücher sowie individuelle Betreuung und Mentoring. Die Ausbildung im Aero-Club Saarlouis ist familiär.
Was sagen Menschen nach dem ersten Flug?
„Muss man wirklich Münzen einwerfen, dass der Motor weiterläuft?“
Fensterplatz oder Cockpit?
Cockpit.
Lieblingsroute?
Von A nach B (weltweit meist geflogen).
Was gehört in die Flugtasche?
Lizenz, Medical und gültiger Lichtbildausweis.
Bernhard Gross, Fluglehrer des Aero-Club Saarlouis, lächelnd im CockpitFluglehrer

Bernhard Gross

Fluglehrer PPL(A) · LAPL(A)
Wie bist du zur Fliegerei gekommen?
Mit fünf Jahren, im Frühjahr 1965, bin ich zum ersten Mal geflogen – in Saarlouis-Roden auf dem Rodener Sand, in einem Fieseler Storch. Mein erster Alleinflug folgte am 24. August 1975 mit 15 Jahren auf dem Segelfluggelände Dillingen-Diefflen.
Was fasziniert dich bis heute?
Die Perspektive, hoch oben über allem zu schweben, die Selbstreflexion, die Freiheit, sobald die Cockpithaube geschlossen ist – und das Glück. Fliegen ist kein Hobby, sondern eine Leidenschaft.
Was macht eine gute Ausbildung aus?
Sehr gutes fliegerisches Handwerk, eine an die Persönlichkeit angepasste Ausbildung, selbstständige und verantwortbare Entscheidungen, selbstkritische Reflexion, ein Übungsziel für jeden Flug, Flugsicherheit als oberstes Gebot und Good Airmenship.
Was sagen Menschen nach dem ersten Flug?
„War gar nicht so tragisch.“ – „Ach war das so schön, nochmal.“ – „Jetzt verstehe ich euch Flieger!“
Fensterplatz oder Cockpit?
Wenn ich ins Cockpit darf, steht das an erster Stelle – sonst bin ich mit einem Fensterplatz zufrieden.
Lieblingsroute?
Das Fliegen über und um meine fliegerische Heimat, das Segelfluggelände Dillingen-Diefflen und das Saarland.
Was gehört in die Flugtasche?
Eine Flasche Wasser, eine Fliegerkappe gegen die Sonne und eine Spucktüte für Fluggäste.

Bernhards Logbuch

Vom Storch zum Fluglehrer

Fluglehrer Bernhard Gross erzählt, wie seine Fliegerei im Saarland begann.

  1. Der erste Flug

    Mit fünf Jahren fliegt Bernhard zum ersten Mal – in Saarlouis-Roden auf dem Rodener Sand, in einem Fieseler Storch, gesteuert von Herbert Kuntz, seinem späteren Fluglehrer. „Laut meinem Vater wollte ich unbedingt über die Wolken, die es an diesem Tag leider nicht gab!“

  2. Der Virus ist zurück

    Nach dem Buch „Der Adler von Basingstoke“ und vielen Luftfahrt-Büchern aus der Dillinger Stadtbücherei erfährt er vom entstehenden Segelfluggelände im Dillinger Stadtteil Diefflen. Mit dem Fahrrad durch den Hüttenwald geht es dorthin.

  3. Erster Schulstart

    Nach fast drei Jahren Warten, Hoffen und Sehnen: der erste Schulstart in der K7 D-0047, einem Tandem-Segelflugdoppelsitzer.

  4. Erster Alleinflug

    Mit 15 Jahren fliegt Bernhard zum ersten Mal allein. „Stolz und soooo glücklich!“ – Seine Erkenntnis: „Fliegen ist nun mal kein Hobby, sondern eine Leidenschaft.“

  5. Fluglehrer am EDRJ

    Über 50 Jahre Fliegerei: Bernhard gibt sein handwerkliches Können, Good Airmenship und die Freude am Fliegen an die nächste Generation weiter.

Historisches Schwarzweißfoto: zwei Männer am Flugzeug, einer mit Hut
Historische Aufnahme
Historische Luftaufnahme von Hüttenwerk und Landschaft im Saarland
Luftbild Saarland
Segelflugzeug auf dem Gelände, ein Mann läuft zum Flugzeug
Segelflug in den 70ern
Drei Personen mit Blumensträußen vor einem Segelflugzeug
Nach dem Alleinflug
Segelfluggelände mit gelbem Segelflugzeug in weiter Landschaft
Segelfluggelände Diefflen

Ausbildungsphilosophie

Gutes Handwerk. Gute Entscheidungen.

Was macht eine gute Pilotenausbildung aus? Die drei Fluglehrer sind sich einig – und beschreiben es ähnlich:

  • Sehr gutes fliegerisches Handwerk und physikalisches Verständnis – warum das Flugzeug fliegt und wie es wann zu steuern ist
  • Ausbildung, angepasst an die Persönlichkeit jedes Flugschülers
  • Selbstständige, verantwortbare Entscheidungen und selbstkritische Reflexion
  • Ein vorher gestecktes Übungsziel für jeden Flug – auch nach der Lizenz
  • Flugsicherheit als oberstes Gebot und Good Airmenship
  • Standardisierte Verfahren, gute Ausbildungshandbücher und Mentoring – familiär statt anonym
Fluglehrer Bernhard Gross und ein Flugschüler mit Headsets nebeneinander im Cockpit der Aquila

Von Profis lernen

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